Die Christenheit, ja die ganze Welt, macht aus Weihnachten und der Geburt des Christuskindes ein grosses Fest. Sollten wir Christen nicht viel mehr an den Tod des Herrn denken als an seine Geburt? So war es zumindest bei den ersten Christen der Fall. Das Feiern der Geburt Christi wird im Neuen Testament nicht erwähnt. Wenn wir am Tag des Herrn (d.h. am Sonntagmorgen) zusammenkommen, gedenken wir vor allem an den Tod Christi. Denn das kommt hauptsächlich zum Ausdruck, wenn wir Brot und Wein zu uns nehmen. Wie ist die biblische Sicht darauf?
Antwort:
Das Mahl des Herrn ist ein Vermächtnis des Herrn. Er hatte vor seinen Leiden diesen letzten Wunsch:
„Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ (Lukas 22,19)
Dieses Mahl lenkt unsere Blicke ausdrücklich auf das Erlösungswerk von Golgatha.
Die Symbole von Brot und Wein sprechen vom Leib und Blut des Herrn Jesus; und das ist unzertrennlich damit verbunden, dass der ewige Sohn Mensch geworden ist. In Johannes 1,14 lesen wir:
„Das Wort wurde Fleisch …“
Der Herr Jesus beabsichtigte mit dem Mahl, dass wir sein Erlösungswerk auf Golgatha nie aus dem Zentrum unseres Denkens verschieben. Es muss etwas Zentrales bleiben, aber dabei verbunden sein mit allen anderen Wahrheiten über seine Person. Deshalb dürfen wir uns auch über seine Geburt und Menschwerdung freuen und diese feiern, was wir im Grunde ebenfalls jeden Sonntag in Verbindung mit dem Gedächtnismahl tun.
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