Mit diesem Vortrag beginnt in der Bibelklasse eine neue Reihe über das Leben der Patriarchen; der Schwerpunkt liegt auf Abraham. Von ihm lesen wir in 1. Mose 11, Vers 26, und folgende; diese Verse beschreiben detailliert die Familiengeschichte Terachs, sowie die Eheschliessungen von von Abraham und Nahor sowie Saras Unfruchtbarkeit.
Nach chronologischer Berechnung fand Abrahams Geburt im Jahr 2111 v. Chr. statt. Historisch muss man das in die Zeit einordnen, als in Europa Jungsteinzeit war, während man im Nahen Osten bereits schriftlich kommunizierte.
Die Reihenfolge der Söhne und die Altersangaben in der Bibel haben ihre Bedeutung. Abraham war nicht der Erstgeborene, aber der Wichtigste. Chronologische Schwierigkeiten wie Terachs Alter bei Abrahams Zeugung, das erst mit 130 Jahren stattfand, können erklärt werden.
Weiterhin wird auf Harans Tod vor seinem Vater und die besondere Bedeutung seines Sohnes Lot eingegangen. Der Herkunftsort Ur in Chaldäa war damals eine reiche und prominente Stadt, und sie war Zentrum des Mondgott-Kults. Abrahams und Nahors Ehefrauen Sarai und Milka verdeutlichen den hohen sozialen Status der Familie.
Die unerwartete Entscheidung Abrahams, aus dieser wohlhabenden Umgebung auszuziehen und als Nomade zu leben, stand zu den damaligen Werten in starkem Kontrast.
Die außergewöhnlichen Verwandtschaftsbeziehungen, wie Abrahams Ehe mit seiner Halbschwester, sind im Kontext der frühzeitlichen Menschheit und der Authentizität biblischer Berichte überhaupt nicht ungewöhnlich. Saras Unfruchtbarkeit war ein tiefer Schmerz für das Ehepaar; der Mondgott Nanna von Ur war völlig unfähig, Fruchtbarkeit zu schenken. Dazu steht in totalem Gegensatz der wahre Gott, sich Abraham als Gott der Herrlichkeit offenbarte. Abrahams Familie waren ursprünglich Götzendiener.
Gott rief Abraham aus diesem Umfeld heraus, um eine unmögliche Verheißung (Nachkommen trotz Unfruchtbarkeit) zu erfüllen, was die wunderbare Existenz des Volkes Israel symbolisiert.























