Neuhausen, 11. Januar 2026
Teil 2 der heutigen Bibelklasse: Ismael spottet über Isaak. Sara dringt in Abraham, Hagar mit Ismael wegzuschicken. Dieser zögert; aber Gott macht ihm klar, dass er dem Rat seiner Frau Sara folgen soll. So werden Hagar und ihr Sohn Ismael von Abraham weggeschickt. Im Neuen Testament finden wir eine typologische Auslegung der Abrahams-Geschichte; bezogen auf das heutige Thema vor allem in Gal 4,21-31.
Roger Liebi beleuchtet zunächst noch einmal die Bedeutung des Namens Isaak. Das „Lachen“ steht symbolisch sowohl für den Unglauben als auch für die Freude über Gottes Treue. Gott beweist durch seinen souveränen Plan, Isaak durch Abraham und Sarah hervorzubringen, seine Treue.
Das „Lachen“ der Freude über Gottes Treue erinnert an Psalm 126. Dort beschreibt der Autor die Freude über die Wiederherstellung Zions nach leidvollen Zeiten. Historisch gesehen kann auch der Sechs-Tage-Krieg von 1967 als Erfüllung dieser Prophezeiungen gewertet werden, da die Einnahme des Tempelbergs als Gottes Eingreifen empfunden wurde.
Der Abschluss der langen Zeit, in der Sara den Isaak stillte, war ein wichtiger Entwicklungsschritt und Grund zur Freude. Das feierten Abraham und Sara mit einem Festmahl.
Als hässlicher Kontrast steht dazu der Spott Ismaels über Isaak. Diese Verspottung wird im Neuen Testament, im Galaterbrief, als eine Form der Verfolgung verstanden, die Gläubige trifft, die gottesfürchtig leben wollen.
Das Loslassen bei der Kindererziehung ist wichtig, und die Übergabe von Verantwortung im Judentum, insbesondere bei der Bar Mitzwa im Alter von 13 Jahren, war wichtig, um eine gesunde Entwicklung und eine reife Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu fördern.
Die Frage, wann Abraham auf Sarah hören sollte und wann nicht, bleibt bis zur nächsten Bibelklasse erst einmal unbeantwortet.























