Neuhausen, 22. März 2026
Teil 1 der heutigen Bibelklasse.
Heute schauen wir vertieft die Opferung Isaaks in 1. Mose 22 an, und stellen besonders die typologische Bedeutung dieses Geschehens für das Evangelium hervor. Abraham war bereit, seinen geliebten Sohn zu opfern; das ist eine Vorausschau auf Gott, den Vater, der seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt und ihn geopfert hat. Im Text gebraucht Mose in Bezug auf Isaak häufig die Begriffe „Sohn“ bzw. „mein Sohn“ und „Einziger“. Im bekannten Vers Johannes 3,16 drückt der Herr Jesus in der nächtlichen Unterredung mit Nikodemus aus, was der Kern des Evangeliums ist, nämlich dass Gott so die Welt geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab und opferte, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Paulus wendet die typologische Auslegung in Galater 4 an, wo er darlegt, dass Hagar und Sara symbolisch für zwei Bündnisse stehen – Gesetz und Gnade. So bestätigt das Neue Testament die typologische Lesart des Alten Testaments; darum sind wir als Gläubige angehalten, selbst diese biblischen Zusammenhänge zu entdecken.
Anhand von Jakobus 2 stellt Roger die Wichtigkeit der Werke des Glaubens vor, der auf diese Weise für Menschen sichtbar wird. Dort wird Abraham als Beispiel dafür genannt, dass seine Rechtfertigung durch seine Bereitschaft, Isaak zu opfern, sichtbar wurde (Jakobus 2,21-24). Das widerspricht nicht der Argumentation von Paulus in Römer 4, denn was in 1. Mose 15 berichtet wird, geschah zeitlich vor der Opferung Isaaks in 1. Mose 22.
Schließlich geht es um den genauen Wortlaut in der Anweisung Gottes an Abraham bezüglich des Ortes im Land Moria, wo er Isaak opfern sollte, nämlich „auf einem der Berge“. Dieser Berg ist später der Hügel Golgatha, auf dem das Kreuz Jesu stand.





























