Der Vortrag befasst sich mit der Gemeinde Laodizea aus Offenbarung 3, Vers 14ff. Wolfgang beginnt mit der Feststellung, dass sich viele Gemeinden als «bibeltreu» betrachten, aber in den Augen des Herrn Laodizea-ähnlich sein könnten, also lau, elend, jämmerlich, arm, blind und nackt. Er betont die Wichtigkeit, diese Diagnose auf das persönliche Leben und die eigene Gemeinde anzuwenden, anstatt sich nur auf allgemeine prophetische Entwicklungen zu konzentrieren. Die Offenbarung wird in drei Teile gegliedert:
- die Vision des Johannes (Kapitel 1),
- die sieben Gemeinden (Kapitel 2-3) als historische Beschreibung und prophetische Vorausschau,
- die Ereignisse nach der Entrückung (Kapitel 4-22).
Die Auslegung der sieben Sendschreiben kann historisch, prophetisch oder als persönliche Anwendung erfolgen. Der Vortrag kritisiert modernere Gemeindestile, die bedürfnisorientiert sind und dazu neigen, menschliche Meinungen über Gottes Wort zu stellen, wie im Falle Laodizeas, dessen Name «Volksrecht» bedeutet. Dies wird im Gegensatz zur Gemeinde Philadelphia gesehen, die Gottes Wort bewahrt und Seinen Namen nicht verleugnet hat. Es wird auf die Gefahren der «Ersatztheologie» hingewiesen, die die Rolle Israels im Heilsplan Gottes negiert.
Abschließend wird die Lauheit der Gemeinde Laodizea mit dem lauwarmen Wasser verglichen, das die Stadt erreichte. Die Gefahr der Abkühlung des Glaubens wird anhand von Generationsbeispielen der biblischen Patriarchen (Abraham, Isaak, Jakob, Juda) illustriert, wo die ursprüngliche Gottesfurcht und Bibeltreue über die Generationen hinweg abnahm.
Der Vortrag schließt mit Beispielen von George Whitefield und John Wesley, die für den Herrn brannten und keine Liebe zur Welt hegten, und regt zur Selbstreflexion über den eigenen geistlichen Zustand an.
––– Frühjahrstagung 2026 – Süd in Bad Teinach – Zavelstein mit Roger Liebi & Wolfgang Bühne























