Vortrag in Dübendorf vom 9. April 2025
Die Geschichte von 1. Könige 13 spielt in der Zeit nach David und Salomo, als sich Israel in zwei Königreiche teilte: das nördliche Reich Israel mit zehn Stämmen und das südliche Königreich Juda. Jerobeam, der erste König über die zehn Stämme nach Salomo, führt in Dan und Bethel goldene Kälber ein, um eine Alternative zum Tempel in Jerusalem zu schaffen. Das ist eine gravierende Verfehlung und Abweichung von Gottes klaren Geboten. Ein Mann Gottes aus Juda kommt nach Bethel und prophezeit gegen den Altar, dass ein Sohn namens Josiah geboren wird, der die Priester der Höhen schlachten wird. Als Zeichen reißt der Altar und die Fettasche wird verschüttet. Jerobeam streckt seine Hand aus, die daraufhin verdorrt, wird aber durch die Fürbitte des Mannes Gottes wiederhergestellt. Jerobeam verführt das Volk Israel zum Götzendienst verführt. Das ist der Beginn eines religiösen Abfalls, der langfristige Konsequenzen hat; letztlich führt es dazu, dass das Reich der zehn Stämme von den Assyrern erobert und die Stämme deportiert werden.
Auch heute übernehmen viele Menschen Lehren, ohne sie gründlich zu prüfen. Viel besser handelten die Menschen in Beröa (siehe Apostelgeschichte 17), die das Wort bereitwillig aufnahmen und täglich die Schriften untersuchten, um es zu prüfen.
Jerobeam nahm eigenwillige Änderungen vor: Es sagte, dass jeder Priester sein könne, nicht nur die Leviten, und er verlegte das Laubhüttenfest auf den 15. August, was die Leute akzeptierten. Schließlich räucherte er selbst am Altar, was den Königen verboten war. Der Mann Gottes aus Juda, der ein Prophet war, sagte voraus, dass ein König namens Josiah aus dem Hause Davids gegen den Götzendienst vorgehen würde. Dies erfüllte sich in 2. Könige 23, als Josiah den Altar in Bethel zerstörte und die Gräber der Götzendiener verbrannte. Gott gab Zeichen, um die Wahrheit der Prophetien zu bestätigen und die echten Propheten zu legitimieren.
Falsche Propheten sagen Dinge voraus, die in ferner Zukunft liegen, um nicht überprüft werden zu können. Echte Propheten geben jedoch Zeichen, die sich in naher Zeit erfüllen. Falsche Propheten und gottlose Könige wie Jerobeam sind Werkzeuge des Satan, des Feindes des Volkes Gottes. Er geht umher als brüllender Löwe, und er greift an als zischende Schlange oder verstellt sich als Engel des Lichts.
Jerobeam lässt sich zunächst nicht beeindrucken, aber später bittet er den Propheten um Gebet für seine verdorrte Hand. Der Prophet widersteht der Einladung Jerobeams und dem Angebot eines Geschenks. Ein alter Prophet in Bethel wird neidisch und lügt den Mann Gottes an, indem er sagt, ein Engel habe ihm befohlen, ihn zurückzubringen, damit er Brot esse und Wasser trinke. Der Mann Gottes glaubt der Lüge und wird daraufhin von einem Löwen getötet. Der alte Prophet findet den Leichnam und begräbt ihn in seinem eigenen Grab. Er sagt seinen Söhnen, sie sollen seine Gebeine neben die des Mannes Gottes legen. Jerobeam kehrt nicht von seinen bösen Wegen um und rekrutiert weiterhin aus dem gesamten Volk Priester nach seinem Gutdünken.
Die Geschichte zeigt, wie der Feind uns angreift und wie wir darauf reagieren müssen. Wir müssen am Wort Gottes festhalten und uns nicht von verschiedenen Arten der Verführung abbringen lassen.