Frage zum Umgang mit “Zeugen Jehovas”

Frage

Bibelstelle: 2Jo 10-11
Eine Frage zu 2. Joh. 10-11: Ist es falsch, mit den "Zeugen Jehovas" zu sprechen, wenn sie an der Tür klingeln? Wir wissen ja, dass sie eine falsche Lehre verbreiten. Sollten wir sie an der Tür sofort abweisen? Manche sagen, sie würden es nicht als falsch empfinden, diese Leute zu grüssen und mit ihnen zu sprechen. Sie seien doch nur verblendet. Natürlich sollten wir ihre Hefte nicht annehmen. Doch wenn wir mit ihnen sprechen, bedanken sie sich, da sie sonst meistens auf Ablehnung stossen. Es kommen auch nie dieselben, immer wieder andere. Soll man ihnen nicht auf diese Weise ein Zeugnis sein? Andere sagen, die Stelle in 2. Johannes bedeutet nicht, dass man nicht "Hallo" sagen solle, sondern dass wir sie nicht mit dem "Friedensgruss" grüssen sollen, also nicht mit "Shalom" oder "Friede sei mit dir". Denn das wäre dann ein Gutheissen von dem, was sie verbreiten. Stimmt das? Wie sollen wir denn mit solchen aus einer Sekte ungehen, die in der eigenen Verwandtschaft sind?

Antwort

Zum Thema „Grüßen“ im 2. Johannesbrief: Im Griechischen steht wörtlich „freu dich“ sagen. Das ist der normale alltägliche Gruß im Altgriechischen: „chaire“ bedeutet „freue dich“. Das ist also nicht ein aussergewöhnlicher Segenswunsch, sondern ein ganz normaler Gruss.
Sobald es sich um Familienangehörige handelt, ist das ein besonderer Fall. Gegenüber Angehörigen haben wir gemäss dem Wort Gottes auch verwandtschaftliche Verpflichtungen. In 2. Johannes geht es konkret um Irrlehrer, die an die Tür kommen und ihre falsche Lehre über die Person des Herrn Jesus Christus aktiv weitergeben wollen. Diese sollen wir abweisen. Eine ähnliche Schwierigkeit entsteht ja zum Beispiel, wenn ein Ehepaar in einer biblischen Gemeinde ist, und der Ehemann wegen einer schweren Sünde ausgeschlossen werden muss. Gemäss 1. Korinther 5 sollen die Geschwister der Gemeinde in der Zeit des Ausschlusses keinen sozialen Umgang mehr haben mit dieser ausgeschlossenen Person. Aber für die Ehefrau kann man das nicht anwenden. Sie hat ihre Pflicht als Ehefrau genauso nach dem Ausschluss zu erfüllen wie davor.

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